| Oper | |||
| Der Waffenschmied | ![]() | ||
Neben dem "Wildschütz" und "Zar und Zimmermann"“ zählt "Der Waffenschmied", der Lortzing 1846 eine Kapellmeisterstelle am Theater an der Wien einträgt, zu den meistgespielten Opern des Komponisten. "Wir armen, armen Mädchen sind gar so übel dran; ich wollt, ich wär kein Mädchen, ich wollt, ich wär ein Mann!", klagt Marie, die Tochter des Waffenschmieds Stadinger, weil ihr Vater sie ins Kloster zu schicken droht. Übel nehmen kann man das dem ehrbaren Bürger nicht, denn zwei adlige Herren mischen sich zunehmend aufdringlich in sein Privatleben ein: Graf von Liebenau, der um jeden Preis die Hand von Marie zu erobern versucht und ein gewisser Ritter Adelhof, der – vorgeschickt, die Pläne Liebenaus zu durchkreuzen – den Gesellen Konrad als Gatten Maries vorschlägt. Da aber weder ein Adliger wie Liebenau noch ein schlechter Handwerker wie Konrad als Schwiegersohn in Frage kommt, entwickelt Stadinger eigene Pläne. Dabei ahnt jedoch auch er nicht, dass es sich bei Liebenau und Konrad um ein und dieselbe Person handeln könnte ... Dass sich ein Graf zum Gesellen erniedrigen muss, um bei seiner Angebeteten Gehör zu finden, schlägt sich auch musikalisch nieder. Gefühlvolle Lyrismen ebenso wie die zahlreichen zugkräftigen Strophenlieder sind in dieser singspielhaften Partitur den Bürgern vorbehalten. Schließlich braucht es den drohenden Aufmarsch eines ganzen Heeres vorm Haus des Waffenschmieds, damit Graf Liebenau Marie doch noch zum Altar führen kann. |