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| Carmen | ![]() | ||
Georges Bizet (1838-1875) gehört zu den Komponisten, die sich scheinbar aufgrund eines einzigen Werkes großer Beliebtheit beim Opernpublikum erfreuen. „Carmen“ ist eines der berühmtesten Werke der Welt. Erst nach dem Tod Bizets erfolgte die Zusammenstellung der beiden „Carmen“-Suiten. Ziel war es, die schönsten Stücke der Oper in den Konzertsaal bringen. Die Suiten enthalten nur die mit der Opernpartitur identischen Orchesterstücke sowie jene, bei denen der Part der solistischen Singstimme instrumental wiedergegeben ist. Die beiden viersätzigen „L’Arlesienne“-Suiten sind neben der Oper „Carmen“ Bizets meistgespielte Schöpfungen. Sie entstanden aus der Bühnenmusik zu Alphonse Daudets gleichnamigem Schauspiel. Bizet wählte aus der Schauspielmusik vier Stücke aus, die er geringfügig bearbeitete und zur „L’Arlesienne“-Suite Nr. 1 für großes Sinfonieorchester zusammenzustellte. Das Saxophon-Solo im ersten Satz ist eines der frühesten für dieses Instrument in der klassischen Orchestermusik. Die „L’Arlesienne“-Suite Nr. 2 stammt jedoch nicht mehr aus der Feder Bizets. Sie wurde erst vier Jahre nach dessen Tod, im Jahr 1879, von seinem Studienfreund Ernest Guiraud, arrangiert. Die Jeux d’Enfant Suite (dt.: Kinderspiele) ist ein heute nur selten gespieltes Werk. Ursprünglich als Sammelwerk von 12 Klavierstücken zu vier Händen komponiert, orchestrierte Bizet daraus 5 Nummern zu einer Suite. |